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Besonders für die afghanischen Frauen auf dem Land ist der Alltag sehr schwer. Es gibt keine elektrische Energie, sämtliche Arbeiten müssen manuell ausgeführt werden.
So bedeutet allein das tägliche Butterschlagen - bei nur einer Krugfüllung - mindestens drei bis vier
Stunden Schwerstarbeit.

Der leere Lehmkrug zum Buttern wiegt ( je nach Größe) bereits 16 bis 21 kg.
Gefüllt dann ca. 30 bis 40 kg, die stundenlang hin und her bewegt werden müssen.
In der warmen Jahreszeit muss wegen der hohen Tagestemperaturen bereits zu nächtlichen Stunden mit der Arbeit begonnen werden.
Besonders im kalten Winter - ohne Gemüseversorgung - sind die Milcherzeugnisse neben der
Butter die Hauptnahrungsmittel für die Familie.
Könnte man diese schwere und zeitaufwendige Milchverarbeitung durch entspr. Geräte erleichtern,
so ließe sich die Tagesproduktion durch eine höhere und qualitativ bessere Ausbeute steigern und
sogar ein Überschuß zum Verkauf erzielen, damit also auch eine Geldeinnahme ermöglichen.
Außer der körperlichen Entlastung würden die Frauen Zeit gewinnen, z.B. für Weiterbildung u.ä.
Der in der BRD lebende afghanische Dipl.-Ing. M.S. Achtari, Vorsitzender des Vereins ABS e.V.
(Afghan-Bedmoschk-Solar-Center e.V.) hat nun ein einfaches Gerät entwickelt und
im Dorf Bedmoschk /Prov. Wardak eingeführt.
Der Antrieb dieses „Mixers“ erfolgt durch regenerative Energie, die in einem Akku (z.B. Auto-
batterie) gespeichert ist. Der Akku wird an einer kleinen Solarstation beim Haus / Gehöft geladen.
Die Station ist so ausgelegt, dass sie den „Mixer“ zum Butterschlagen betreiben und außerdem die
Beleuchtung von zwei Sparlampen im Haus sichern kann.
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kinderleichtes
Butterschlagen |
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Die für das Gerät benötigten Gefäßteile bestehen aus den dort gebräuchlichen Alutöpfen (Topf und Deckel jeweils eingebaut), also einfachst, vertraut und preisgünstig!

Das tägliche Butterschlagen ist nur noch ein leichter Arbeitsaufwand von einigen Minuten !
Dazu werden vor Ort die Frauen im Umgang mit dem Gerät geschult sowie Mitarbeiter für den Gerätebau, Wartung etc. ausgebildet.
Zusätzlicher Effekt: Es werden Arbeitsplätze im Dorf geschaffen !
Aber nicht nur die Frauen im Dorf sind von dieser enormen Arbeitserleichterung angetan, sondern
auch die im Sommer in der Provinz Wardak lebenden Nomaden! Deren einzige Einnahmequelle -
neben der Selbstversorgung - ist die verarbeitete Milch von ihrem Schaf- und Ziegenherden.
Da sie auf ihren Wanderungen keine schweren Tonkrüge transportieren können, benutzen sie zum Buttern Lederbeutel aus dem gegerbten Fell eines Zickleins. (Schwer vorstellbar, wie die Beutel täglich gereinigt werden...)
Damit sich der eingefüllte Yoghurt (= Vorstufe zu Butter) im Beutel gut vereilt, müssen die Frauen mit ihrer Atemluft hineinblasen; dann beginnt das stundenlange Rollen.
M.S.Achtari hatte Gelegenheit, mit den Nomaden Kontakt aufzunehmen und ihnen die technischeLösung mit Solarmodul und Mixer zu demonstrieren. Die ganzen Zubehörteile incl. der leichten Alugefäße lassen sich gut auf ihren Wanderungen transportieren. Auch für sie ist - neben der Arbeitserleichterung - die höhere und hygienischere Milchausbeute ein Gewinn, so dass sich die Anschaffung schnell bezahlt macht.
Die Gesamtkosten betragen € 142,--,
darin sind enthalten:
- Solarstation € 110,-
- Mixer € 18,-
- 2 Sparlampen € 14,-
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